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Backgammon in verschiedenen Kulturen

Der Artikel „Backgammon in verschiedenen Kulturen“ soll Ihnen einen kurzen Überblick über die verschiedenen Backgammonversionen im Kontext verschiedener Kulturen geben.

Die älteste Backgammonversion hieß „Senat“ und wurde im alten Ägypten gespielt. Belegt wird dies durch Bretter und Spielsteine, die bei Ausgrabungen gefunden wurden. Zunächst fanden Archäologen Bretter mit zehn vertikalen und drei horizontalen Zeilen. Zur gleichen Zeit wurden in Ägypten auch Bretter mit 6 und 12 vertikalen und drei vertikalen Zeilen gefunden. Wir wissen nicht, nach welchen Regeln diese Spiele gespielt wurden, doch nach Meinung der Historiker dienten alle diese Bretter demselben Spiel – nämlich Backgammon. Sie glauben, dass die verschiedenen Bretter für verschiedene Spielarten verwendet wurden.

Im römischen Reich war „Tabula“ ein allgemeiner Begriff für Spiele, die auf einem Tisch oder Brett gespielt wurden. Eines dieser Tabulae war „Ludus duodecim scriptorum“, das auf dem ägyptischen „Senat“ beruhte. Das Spiel wurde mit einem Brett mit 3 horizontalen und 12 vertikalen Zeilen und einem Würfel gespielt. Daher rührt auch der Name her, der „Spiel mit zwölf Zeilen“ bedeutet. Auch die Regeln dieses Spiels kennen wir nur zum Teil. Im 1. Jahrhundert unserer Zeitrechnung wurden einige Regeln geändert und das Brett war nur noch in zwei horizontale Zeilen unterteilt.

Wie bereits gesagt, haben alle diese frühen Backgammonversionen einen gemeinsamen Nenner: ein dreizeiliges Brett. Zwar variiert die Zahl der vertikalen Linien (6, 10 oder 12), doch die Anzahl der horizontalen Zeilen bleibt immer gleich. Das „Ludus duodecim scriptorum“ bestand hingegen nur noch aus zwei horizontalen und 12 vertikalen Linien. Im 6. Jahrhundert erhielt das Spiel aufgrund dieses Unterschieds einen neuen Namen: „Alea“. Auch dieses Spiel wurde zu den Tabulae (Tischspielen) gerechnet.

Im Mittelalter (ab dem 11. Jahrhundert) wurde in England das auf dem Tabula oder Senat beruhende Backgammon gespielt. Es war jahrhundertelang ein ausgesprochen beliebtes Spiel, bis es als Glücksspiel verboten wurde. Unter Königin Elisabeth der I. (16. Jahrhundert) wurde das Verbot zwar aufgehoben, doch in der Zwischenzeit hatte sich Schach zum beliebtesten Spiel entwickelt.

Die Perser nannten alle Holzprodukte „Nard“, und diesen Namen gaben Sie im 8. Jahrhundert unserer Zeitrechnung auch ihrer Version des Backgammon. Dieses Spiel wurde mit Steinen, Würfeln und einem Brett gespielt. Das Brett stellte die Stunden, Tage und Monate des Jahres dar. Ein ähnliches Spiel, „Tschu Pu“ kam im 3. Jahrhundert nach Christus aus Spanien oder Italien nach China, und in Japan spielte man eine Version namens „Sugoroku“. In Ostasien war das Spiel zwar bereits im 3. Jahrhundert vor Christus bekannt, allgemein beliebt wurde es jedoch erst im 5. Jahrhundert nach Christus.

Heute spiegelt das griechische Backgammon alle dieser Veränderungen, die das Spiel im Laufe der Geschichte erfuhr, wahrscheinlich am besten wider. Dieses Spiel heißt „Tavli“ und besteht aus drei verschiedenen Spielen, die mit denselben Steinen und Würfeln auf demselben Brett gespielt werden. Diese Einzelspiele werden immer in einer Reihe hintereinander gespielt. Das Wort „Tavli“ ist vom alten Namen „Tabula“ abgeleitet, und die drei Spiele zeigen, wie sich Backgammon über die Jahrhunderte hinweg verändert hat.

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